Informationen des Landesfeuerwehrverbandes Saarland e.V.

Informationen des Landesfeuerwehrverbandes Saarland e.V. zur Lage in der Corona-Pandemie und zur Impfung der Feuerwehrangehörigen.
 
Werte Kamerad:Innen,
seit nun über einem Jahr bestimmt die Corona-Pandemie unser aller Leben und auch unser Engagement in der Feuerwehr. Für euren Einsatz während dieser Zeit, egal ob im normalen Einsatzalltag oder im Rahmen der Pandemiebekämpfung, will ich euch zunächst im Namen des Landesfeuerwehrverbandes (LFV) Saarland e.V. meinen großen Dank aussprechen.
 
Damit weiterhin alle Feuerwehrangehörigen ihren wichtigen Dienst in den Feuerwehren der Städte und Gemeinden ohne das Risiko einer Erkrankung am Corona-Virus wahrnehmen können, hat sich der LFV Saarland schon vor Wochen dafür stark gemacht, dass allen über 11.500 ehren- und hauptamtlichen Einsatzkräften der Feuerwehren im Saarland ein schnelles und priorisiertes Impfangebot gemacht wird. Dafür haben wir nicht nur den Kontakt zu den verschiedenen Ministerien und Behörden sowie anderen wichtigen Akteuren gesucht, sondern uns auch mit unserer Forderung an die Öffentlichkeit gewandt. Unserer Forderung nach einer schnellen Impfung aller Feuerwehrangehörigen im Saarland schlossen sich auch der Saarländische Städte- und Gemeindetag sowie auch der Landkreistag an.
 
Auch wenn wir eine schnelle Impfung für die Feuerwehrleute gefordert haben, so wurden wir doch von den Entwicklungen und dem Vorstoß des Gesundheitsministeriums überrascht. Die Pläne einer Sonderimpfaktion mit dem Vakzin von AstraZeneca überraschten nicht nur uns im LFV Saarland, sondern auch viele andere Akteure auf der politischen Bühne des Saarlandes. Für Furore in den Medien und Sozialen Netzwerken sorgte die Bereitstellung von 14.000 Impfdosen von AstraZeneca für die Angehörigen der Feuerwehren im Saarland, aber zugleich auch für viele Fragen und eine große Verunsicherung. Nicht wenige Feuerwehrleute wandten sich mit ihren Sorgen rund um die Impfaktion an uns. Die drängendsten und wichtigsten Fragen gaben wir in einem ausführlichen Brief an unseren Ministerpräsidenten Tobias Hans, die Gesundheitsministerin Monika Bachmann und Innenminister Klaus Bouillon sowie auch an den Saarländischen Städte- und Gemeindetag und den Landkreistag mit der Bitte um schnellstmögliche Beantwortung weiter.
 
Ein weiteres Mal wurden wir nun zum Beginn der Woche von den tagesaktuellen Entwicklungen überrollt: Nach einem sogenannten „Rote-Hand-Brief“ des Pharmaherstellers AstraZeneca darf sein Vakzin nicht mehr Menschen unter 60 Jahren geimpft werden. Damit musste das Gesundheitsministerium auch die geplante Sonderimpfaktion weitestgehend absagen. Das ursprünglich bereitstellte Impfstoffkontingent steht nur noch für über 60 Jahre alte Feuerwehrangehörige zur Verfügung. Im Gegenzug wird aber schon kurzfristig die Anmeldeliste für die Impfungen in der Prioritätsgruppe 3 geöffnet, zu der auch die Feuerwehren gehörten.
 
Weiter werden wir vom LFV Saarland versuchen eine beschleunigte Impfung der Feuerwehrleute im Saarland zu erreichen und stehen deshalb auch weiterhin in Austausch mit den politisch Verantwortlichen, die gerade jetzt im besonderem Maße gefordert sind!
 
 
Manfred Rippel
Präsident